Warum guter Content kein Zufall ist

Ob eigene Webseite, Facebook-Beiträge, Produkt- oder Kategorietexte für Onlineshops oder Blogbeiträge: Die grundlegenden Regeln für Content im Web sind im Grunde immer die gleichen. Aber wieso überhaupt Regeln? Warum nicht einfach schreiben wie einem die Klaue gewachsen ist? Geht es nicht darum, auch im Netz authentisch zu sein? Die Antwort ist: Ja, aber.

Wie wir online lesen

Wahrscheinlich ist dir auch schon mal aufgefallen, dass deine Aufmerksamkeitsspanne beim Lesen auf dem Smartphone wesentlich geringer ist als wenn du dich an einem Buch festgeschmökert hast. Tatsächlich ist es erwiesen, dass wir im Netz anders lesen, als wir das von Büchern oder Zeitungen gewohnt sind. Das hat natürlich Konsequenzen für alle, die Texte schreiben: Guter Content für Webseiten funktioniert nach etwas anderen Regeln.

Wer eine Webseite entwirft, sollte wissen, wo das menschliche Auge zuerst nach Informationen sucht. In westlichen Kulturen ist das Auge an ein Layout gewöhnt, das sich von links nach rechts und von oben nach unten orientiert. Das bedeutet, dass Besucher einer Seite zunächst nach links und nach oben schauen.

Besonders wichtige Informationen sollten also eher links und eher oben stehen. Dort fallen sie am besten ins Auge.

Schnelle Informationsvermittlung ist Trumpf

Wer auf eine Seite kommt, entscheidet innerhalb von 30 Sekunden, ob er dort die gesuchten Informationen findet oder sonst einen guten Grund hat, zu bleiben. Dieses Zeitfenster verschwendest du, wenn die User erst mal nach relevantem Content suchen müssen. Der Text und ansprechende Bilder müssen auf den ersten Blick erkennbar sein. Das ist die Grundlage für guten Content.

Das Gleiche gilt für die Information, was es auf der Seite überhaupt zu sehen gibt. Ist nicht sofort erkennbar, worum es auf der Seite geht, gehen die User wieder, ohne deinen Text überhaupt gelesen zu haben. Guter Content holt die Leser sofort ab.

Für den Text gilt also: Überschrift und die ersten Sätze müssen sofort auf den Punkt kommen und/oder neugierig machen, damit der User bleibt und weiterliest.

Wenn er dann erst mal liest, heißt das noch lange nicht, dass er auch bei der Stange bleibt. Wie eingangs erwähnt, ist die Aufmerksamkeitsspanne im Web eingeschränkt. Wer sich erst durch meterlange Romane kämpfen muss, um an die gewünschte Information zu kommen, wird sehr wahrscheinlich die Lektüre abbrechen.

Guter Content ist nicht zu kurz und nicht zu lang

Neben einem interessanten Einstieg ist deswegen auch die Textlänge entscheidend. Es kommt ein bisschen auf die Textform an – werbende Produkttexte können kürzer sein und auch mal nur zwischen 100 und 150 Wörter haben, informative und beratende Texte oder Fachartikel können auch mal bis zu 1000 oder sogar mehr Wörter im Gepäck haben, wenn sie gut strukturiert sind. Zu viel Text kann Leser schnell langweilen. Sorge für guten Content, indem du unterhaltsam schreibst!

Für die meisten beschreibenden Texte auf Webseiten sind 300 Wörter als Faustregel ausreichend. Blogartikel sind mit 400 – 500 Wörtern gut ausgestattet. Zu wenig Text kann sich negativ auf die Suchmaschinenergebnisse auswirken.

Struktur für die Suchmaschine und die Leser

Du hilfst deinen Lesern außerdem, dabeizubleiben, wenn du deinen Content gut strukturierst. Das heißt: Textabschnitte nicht zu lang, längere Texte mit Zwischenüberschriften logisch strukturieren. Sonst wird das Gesamtbild zur Textwand und schreckt ab. Ab und zu ist auch eine Fettung ok, aber bitte nicht übertreiben!

Ein Wort noch zu den Schriftarten: Schön geschwungene Schriften oder ausgefallene Fonts mögen dem Auge schmeicheln. Für die Lesbarkeit sind sie allerdings Gift. Deswegen bitte nur sparsam verwenden. Am besten lesbar und am wenigsten ermüdend für die Augen sind serifenlose, klare Schriften.

Mit diesen Grundlagen im Hinterkopf bist du gut gewappnet, um guten Content zu planen und umzusetzen.